Therapieformen

Für die Behandlung stehen verschiedene Therapieformen zur Verfügung. Die Wahl der geeigneten Behandlung richtet sich nach dem Krankheitsbild. Lesen Sie dazu auch die folgenden aktuellen Artikel:

Fragwürdige Methode mit Sekundenkleber  in der September-Ausgabe des Konsumentenmagazins saldo

Krampfadern nicht immer Lasern  in der online-Ausgabe der Sprechstunde von Dr. Stutz.

Bei Gefässerkrankungen wird zwischen nicht-operativen und operativen Behandlungen unterschieden.

Behandeln oder Warten?

Wenn die Diagnose einer Krampfadererkrankung gestellt ist, gibt es keinen guten Grund mit einer Behandlung zuzuwarten. Die Veränderungen der Venen und deren Folgen nehmen mit zunehmender Dauer zu.

Krampfadern verhalten sich lange Zeit asymptomatisch, allenfalls treten unspezifische Symptome wie Juckreiz, schwere Beine, Druckgefühl, nächtliche Krämpfe und unruhige Beine auf.

 

Operative Behandlung

Ob ein operativer Eingriff erforderlich ist, wird in einem gründlichen Diagnostikverfahren abgeklärt. Nach der Diagnose werden die Patientinnen und Patienten von unseren Fachärzten ausführlich über die verschiedenen operativen und nichtoperativen Behandlungsmethoden sowie deren Vor- und Nachteile informiert. Je nach Art und Ausmass der Erkrankung ist eine Operation unumgänglich.

Die Venenklinik Bellevue bietet verschiedene operative Eingriffe an, die alle von spezialisierten und erfahrenen Fachärzten durchgeführt werden. Nachstehend finden Sie eine Übersicht über verschiedene Verfahren.

Varizenoperation

Die Varizenoperation, auch Stripping genannt, ist eine bewährte Standard-Methode zur operativen Behandlung von Krampfadern. Dabei entfernt der Chirurg die erkrankten Teile des oberflächlichen Venensystems. Gleichzeitig werden nicht mehr funktionstüchtige Verbindungsvenen verschlossen. Je nach Grad der Erkrankung erfolgt die Operation in Vollnarkose oder einer örtlichen Betäubung.

Je nach Ursache der Krampfadern wird die Operation durch Video-endoskopische Unterbrechung von Venen ergänzt.

Risiken

Jeder operative Eingriff ist mit Risiken verbunden. Der behandelnde Arzt wird Sie im Vorfeld der Operation ausführlich über die bevorstehende Behandlung informieren und dabei auch auf die allgemeinen Risiken einer Krampfaderbehandlung eingehen.

Laserverfahren

Eine Laserbehandlung ist ein schonendes Verfahren und eine Alternative zur herkömmlichen Varizenoperation (Stripping). Bei der Lasertherapie wird die Vene nicht entfernt, sondern mit Laserenergie verschlossen. Über eine dünne Lasersonde wird Laserenergie in die krankhaft erweiterte Vene eingeleitet. Dabei kommt es zur Umwandlung von Laser- in Wärmeenergie, die eine Schrumpfung des unmittelbar umliegenden Gewebes herbeiführt.

Die Lasertherapie gehört zu den sogenannten minimal-invasiven Verfahren. Die Operation dauert maximal eine Stunde und wird ambulant durchgeführt. Der Eingriff erfolgt unter lokaler Betäubung.

Detaillierte Informationen zum Radiowellen und Laserverfahren finden Sie auch hier:

Schweizer Zeitschrift für Dermatologie u. Ästhetische Medizin

 

Risiken

Jeder operative Eingriff ist mit Risiken verbunden. Der behandelnde Arzt wird Sie im Vorfeld der Operation ausführlich über die bevorstehende Behandlung informieren und dabei auch auf die allgemeinen Risiken einer Krampfaderbehandlung eingehen.

Radiowellenbehandlung

Radiowellenverfahren sind eine minimal invasive Behandlungsalternative zum herkömmlichen Venen-Stripping bei venösem Reflux. Mit Hilfe der Radiowellen verschliesst man erkrankte, grosse oberflächliche Venen wie z.B. die Vena saphena magna.

Im Gegensatz zum Venen-Stripping wird die erkrankte Vene nicht aus dem Bein gezogen sondern durch einen Katheter erwärmt. Dieser wird über einen Nadelstich in eine Vene am Unterschenkel eingeführt. Durch die Erwärmung der Venenwand kommt es zu einem Schrumpfen des Kollagens in der Venenwand und zum Verschluss der Vene, so dass die Notwendigkeit eines Leistenschnittes entfällt.

Radiowellenbehandlungen können unter lokaler Betäubung und ambulant durchgeführt werden.

Detaillierte Informationen zum Radiofrequenz- und Laserverfahren finden Sie auch hier:

– Schweizer Zeitschrift für Dermatologie u. Ästhetische Medizin

Rekonstruktive Operationen

Durch Missbildungen bedingt oder als Folge einer Thrombose können Venenabschnitte verschlossen bleiben. In Abhängigkeit des Alters des Patienten und den mit dem Venenverschluss auftretenden Komplikationen und Beschwerden können rekonstruktive Operationen notwendig sein. Dabei wird versucht, die verschlossenen Venenabschnitte wieder zu eröffnen. Wo dies nicht möglich ist, wird durch den Einbau von Umgehungen der venöse Rückfluss verbessert oder wiederhergestellt.

Risiken

Jeder operative Eingriff ist mit Risiken verbunden. Durch standardisiertes Vorgehen und eine genaue Operationsplanung können Risiken und Komplikationen gering gehalten werden. Ihr Arzt klärt Sie vor dem Eingriff über die allgemeinen und eingriffsspezifischen Risiken in verständlicher Sprache auf.

Venöse Thrombektomie

Ausgedehnte venöse Thrombosen sind in der Akutphase gefährlich und können zu lebensbedrohlichen Lungenembolien führen. Ist das akute Krankheitsgeschehen überstanden, bleiben oft schwere Schäden am Venensystem bestehen, welche mit den Jahren zu offenen Beinen führen können. Die Behandlung solcher chronischer Spätschäden ist sehr aufwendig und schränkt die Lebensqualität der Betroffenen oftmals erheblich ein.

Wird eine ausgedehnte Venenthrombose früh genug erkannt, so kann sie operativ entfernt werden und die Langzeitfolgen der Thrombose können abgewendet werden.

Risiken

Jeder operative Eingriff ist mit Risiken verbunden. Durch standardisiertes Vorgehen und eine genaue Operationsplanung können Risiken und Komplikationen gering gehalten werden. Ihr Arzt klärt Sie vor dem Eingriff über die allgemeinen und eingriffsspezifischen Risiken in verständlicher Sprache auf.

Liposuction

Das Lipödem kann erfolgreich durch die sogenannte Feinnadelvibrationslipektomie behandelt werden. Hierbei wird das vermehrte Fettgewebe mit feinen Absaugkanülen gelockert und entfernt. Mit dieser verfeinerten, modernen Technik werden Blutgefässe, Lymphbahnen, Nervenstrukturen sowie Bindegewebe und Haut geschont. Durch die Verminderung des Fettgewebes werden Schmerzen und Berührungsempfindlichkeit reduziert oder verschwinden ganz. Zusätzlich profitieren die Patientinnen in kosmetisch-ästhetischer Hinsicht, die normale Beinform wird wiederhergestellt.

Die Operation wird in örtlicher Betäubung meistens ambulant durchgeführt. Nach dem Eingriff wird für 24 Stunden ein spezieller Kompressionsverband getragen, welcher dann durch einen Kompressionsstrumpf oder ein Kompressionsmieder ausgetauscht wird. Die Kompressionsbekleidung sollte dann für 2–3 Monate getragen werden.

 

Für genauere Informationen zu den einzelnen Operationen klicken Sie auf den jeweiligen Begriff.

Nicht-operative Behandlungsformen

Krampfadern sind mehr als eine ästhetische Beeinträchtigung. Sie können zu erheblichen Folgekrankheiten wie Beinschmerzen und Schwellungen, Venenentzündungen oder zu Thrombosen führen. Deshalb ist die Früherkennung und fachkompetente Behandlung sehr wichtig.

Die Venenklinik Bellevue zieht, wenn möglich, die nichtoperativen Therapien vor.

Kompression

Die Kompressionstherapie mit Bandagen steht an erster Stelle bei der Behandlung von Venenleiden. Bei der Kompression wird dem permanent erhöhten Blutdruck in den Beinvenen ein entsprechender Druck von aussen entgegengesetzt. Dies kann mit Kompressionsstrümpfen oder -verbänden erreicht werden. Während sich mit Kompressionsstrümpfen erneute Wasseransammlungen verhindern lassen, können fachgerecht angelegte Verbände (Bandagen) eine vorhandene Schwellung entlasten.

Nach einer Operation der Beinvenen sowie für die Behandlung des «offenen Beins» sind Kompressionsverbände unumgänglich. Je nach Situation kann in einer späteren Phase die Bandagierung durch das weniger aufwendige Tragen von Kompressionsstrümpfen ersetzt werden.